Verein für sozialpädagogische Jugenbetreuung e.V.

Konzeptvorstellung „move on“ in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Nürnberg

Am 11.09.2019 konnten wir im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung in der Kinder-und Jugendpsychiatrie (KJP) des Klinikums Nürnberg Nord den dortigen Fachkräften unser neues ambulantes Konzept vorstellen. Das Konzept „move on“ ist speziell für die intensivpädagogische Begleitung von Kindern und Jugendlichen gedacht, die aufgrund ihrer Verhaltensweisen in Regelangeboten der Jugendhilfe nicht mehr zu betreuen sind. Herausgearbeitet wurden die Kernanliegen des Konzeptes, die Bindungs- und Beziehungsmuster zu erkennen, diese durch Verstehen auszuhalten und ihnen mit kreativen und flexiblen Angeboten zu begegnen. Krisenhafte Abbrüche sollen dadurch verhindert werden. Anhand eines anonymisierten Fallbeispiels wurden die Anliegen konkretisiert. Die dahinterstehende pädagogische Haltung, die diagnostischen Herangehensweisen sowie die Möglichkeit, die Hilfe individuell und flexibel zu gestalten, wurden gemeinsam diskutiert.

Es entstand ein fachlicher Austausch darüber, wie es möglich sein könnte, gemeinsam den Kindern und Jugendlichen mit „besonderen Bedürfnissen“ (derzeit in den Medien auch als „Systemsprenger“ beschrieben) gerecht zu werden. Zuspruch fand die im Konzept beschriebene „Aushaltende Pädagogik“, die von den anwesenden Mitarbeitern der Kinder- und Jugendpsychiatrie als hilfreich und wirksam angesehen wurde. Es entstanden Fragen zu psychiatriespezifischen Themen, die in der Jugendhilfe und insbesondere bei der genannten Zielgruppe immer wieder in klinischen sowie in Jugendhilfekontexten auftreten. Therapeutische Schnittstellen wurden ebenfalls angesprochen.

So blieb zwar leider nicht genügend Zeit, alle aufkommenden Themen detailliert zu diskutieren, jedoch waren sich am Ende alle Anwesenden einig, dass die Fachkräfte in der Arbeit mit den jungen Menschen an einem Strang ziehen müssen. Wir haben uns sehr gefreut, dass uns die Darstellung unseres Konzeptes sowie der sehr lebendige Austausch ermöglicht wurden. Hierfür bedanken wir uns sehr herzlich bei den verantwortlichen Organisatorinnen der Kinder- und Jugendpsychiatrie!

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